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Ab 2015 gilt die neue EU-Erbrechtsverordnung.

Bereits heute weist ein Zehntel aller Erbfälle in Europa einen grenzüberschreitenden Bezug auf!

Mit 17. August 2015 tritt die neue Erbrechtsverordnung der EU in Kraft und gilt für Todesfälle in allen EU-Ländern mit Ausnahme von Dänemark, Irland und Großbritannien.
Die bisherige Rechtslage sah vor, dass bei dem Tod eines Österreichers im Ausland grundsätzlich österreichische Gerichte zuständig waren und österreichisches Erbrecht zur Anwendung kam. Mit Inkrafttreten der Erbrechtsverordnung  verliert nun die Staatsbürgerschaft des Erblassers an Bedeutung. Entscheidend für die Frage nach dem zuständigen Gericht und dem anwendbaren Recht wird dann der letzte gewöhnliche Aufenthaltsort des Verstorbenen sein.  Lebt und stirbt ein Österreicher beispielsweise in Ungarn sind ungarische Gerichte zuständig und ungarisches Erbrecht kommt zur Anwendung.
Das kann verhindert werden, indem von der in der Erbrechtsverordnung vorgesehenen Rechtswahlmöglichkeit Gebrauch macht wird. Der Erblasser kann  durch letztwillige Verfügung auch das Erbrecht und die Zuständigkeit jenes Staates wählen, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt.
Wer im EU- Ausland lebt oder einen Umzug plant sollte sich daher bereits jetzt informieren und beraten lassen, zumal die Erbrechtssituation in den EU Staaten sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. Die Erbrechtsverordnung bietet auch Vorteile für Paare mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten, da diese nun ihre Erbrechtsangelegenheiten einfacher und vor allem nach einem gemeinsamen Recht regeln können.
Notar Dr. Suppan und sein Team beraten Sie, als Spezialisten, optimal in erbrechtlichen Fragen und unterstützen Sie gerne bei der Abwicklung grenzüberschreitender Erbrechtsangelegenheiten.

Dieser Beitrag wurde in Aktuelles am Donnerstag, 28. Juli 2016 gepostet.