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Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen

Vorsorgevollmacht

Im Laufe des Lebens kommen viele neue entscheidende Fragestellungen auf einen zu, mit denen auch die notarielle Rechtsberatung konfrontiert wird:

Als geeignete Vorsorgemaßnahme kommt abhängig von der konkreten Lebenssituation des Betroffenen der Abschluss einer sogenannten Vorsorgevollmacht in Frage.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann eine Person schon vor dem Verlust der Geschäftsfähigkeit, der Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder der Äußerungsfähigkeit selbst bestimmen, wer als Bevollmächtigter für sie entscheiden und sie vertreten soll, falls sie diese Fähigkeiten verliert. Klare Regelungen helfen nicht nur Ihnen als Betroffenen, Ihren Willen durchzusetzen, sondern schützen auch die pflegenden Angehörigen vor Gewissensentscheidungen und späteren Vorwürfen.

Eine Vorsorgevollmacht kommt für Personen in jedem Alter in Frage. Gerade auch junge Personen und Unternehmer sollten mit einer Vorsorgevollmacht vorsorgen!

Für die Errichtung einer Vorsorgevollmacht muss die vorsorgende Person aber noch selbst für sich entscheiden können, also geschäftsfähig sein. Wenn dies nicht der Fall ist, ist vom Gericht ein Sachwalter zu bestellen oder es tritt die gesetzliche Vertretungsbefugnis der nächsten Angehörigen ein.

Vorsorgevollmachten können vom Notar im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis (ÖZVV) registriert werden. Der Vorteil der Registrierung ist, dass die Vorsorgevollmacht im Bedarfsfall immer – und vor allem schnell – gefunden werden kann

Patientenverfügung

Bei der Patientenverfügung handelt es sich um eine schriftliche Willenserklärung, mit der der Betroffene bestimmt, im Fall einer an sich zum Tod führenden Erkrankung, Verletzung oder Bewusstlosigkeit auf künstliche lebensverlängernde Maßnahmen zu verzichten und alle Möglichkeiten der Schmerzlinderung zu nutzen.

Man unterscheidet zwischen der beachtlichen und der verbindlichen Patientenverfügung. Die beachtliche Patientenverfügung dient dem behandelnden Arzt als bloße Richtlinie für Ihren Patientenwillen. Bei der verbindlichen Patientenverfügung sind bestimmte Formvorschriften einzuhalten. Die abgelehnten medizinischen Maßnahmen müssen ganz konkret beschrieben werden und die der Patient muss aufgrund eigener Erfahrung die Folgen der Patientenverfügung zutreffend einschätzen können. Die Errichtung einer verbindlichen Patientenverfügung kann vor einem Notar erfolgen. Davor muss eine umfassende ärztliche Aufklärung mit medizinischen Informationen über das Wesen und die Folgen der Patientenverfügung geschehen und dokumentiert worden sein. Die verbindliche Patientenverfügung gilt für den Zeitraum von fünf Jahren und muss nach Ablauf dieser Frist neuerlich bestätigt werden.

Folder Vorsorgevollmacht (pdf)

Folder Patientenverfügung (pdf)